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Geht es nach der Europäische Kommission sollen Kreativität und Innovationsfähigkeit zu Schlüsselkompetenzen der Europäer werden.
Daher wurde mitte letzten Jahres im EU-Parlament beschlossen, dieses Jahr zum Europäische Jahr der Kreativität und Innovation zu machen. Die Aktivitäten des Europäischen Jahres zielen darauf ab, ein innovations- und kreativitätsfreundliches Umfeld zu schaffen.
Im Vordergrund sollen verschiedene Bildungsthemen wie Mathematik, Naturwissenschaften, Informatik und andere Technologien stehen. Wenn dabei der Schwerpunkt auf die Kreativität gelegt wird, sollte dies die Problemlösungsfähigkeit und die praktische Anwendung von Wissen und Ideen fördern. Alle Formen der Innovation – einschließlich der sozialen und der unternehmerischen – sollen berücksichtigt werden.
Das Europäische Jahr der Kreativität und Innovation versteht sich als Impuls für ein langfristiges politisches Engagement.
Im achten Teil der Serie „Innovationsaktivitäten in der Schweizer Wirtschaft“ geht es um den internationalen Vergleich der Innovationsleistung der Schweizer Wirtschaft. Die Grundlage bilden Ergebnisse des Strukturberichtes Nr. 34 „Innovationsaktivitäten in der Schweizer Wirtschaft“ vom Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, 2007.
- Die Schweizer Wirtschaft erbringt zu einem breiten Spektrum der untersuchten Indikatoren eine ausgezeichnete Innovationsleistung
- Die besonderen Stärken der Schweiz liegen beim hohen Anteil von Firmen, die sich in Innovations- und F&E-Aktivitäten engagieren sowie – dies gilt jedoch nur für die Industrie – bei der Fähigkeit, Neuerungen in Markterfolge umzusetzen
- Schwächer schneidet die Schweiz hinsichtlich der in Innovations- bzw. F&E-Aktivitäten investierten Mittel ab, was darauf hindeutet, dass Innovationen häufiger als im Ausland nicht auf F&E-Aktivitäten beruhen
- Im Weiteren zeigte sich, dass die Schweiz bei den KMU im internationalen Vergleich besonders gut abschneidet. Sowohl bei den kleinen als auch den mittelgrossen Unternehmen steht sie an der Spitze, während sie bei den grösseren Unternehmen im Mittelfeld platziert ist. Dieses Ergebnis bedeutet, dass die Innovationsfähigkeit in der Schweiz nach Unternehmensgrössenklassen (besonders) breit abgestützt ist
- Damit ist einerseits ein Grossteil der schweizerischen Firmen besonders befähigt, firmenexternes Wissen in ihre Innovationsaktivitäten zu integrieren (hohe „absorptive capacity“), andererseits sind viele Unternehmen in der Lage, mit technologisch hochwertigen Spezialprodukten auf dem Weltmarkt erfolgreich Marktnischen zu besetzen – Die Kombination eines im internationalen Vergleich sehr innovativen KMU-Sektors und einiger grosser multinationaler Firmen ist eine strukturelle Stärke des „Innovationssystems Schweiz“.
- Die ausgezeichnete Innovationsleistung der Schweizer Wirtschaft wird nicht zuletzt durch ein im internationalen Vergleich äusserst dicht geknüpftes Wissensnetzwerk unterstützt.
- Im Fall der Schweiz sind F&E-Kooperationen in hohem Mass international ausgerichtet.
- Zudem spielen Hochschulen als Kooperationspartner eine im Vergleich zum Ausland weit überdurchschnittlich grosse Rolle, was sich auf den Innovationserfolg besonders günstig auswirkt
Quelle: Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, Strukturbericht Nr. 34 „Innovationsaktivitäten in der Schweizer Wirtschaft“
Im siebten Teil der Serie „Innovationsaktivitäten in der Schweizer Wirtschaft“ geht es um die Verbreitung der Informations- und Kommunikationstechnologien der Schweizer Wirtschaft. Die Grundlage bilden Ergebnisse des Strukturberichtes Nr. 34 „Innovationsaktivitäten in der Schweizer Wirtschaft“ vom Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, 2007.
- Schweizer Wirtschaft weist hohen Verbreitungsgrad wesentlicher Informations- und Kommunikationstechnologien auf
- klaren Trend in Richtung mobiler und festnetzgebundener Breitbandverbindungen
- Sicherheitstechnologien werden besonders häufig in grösseren Unternehmen und den Firmen der Hightech-Industrie und der modernen Dienstleistungsbranchen eingesetzt
- Immer häufiger verwenden Schweizer Firmen E-Commerce zur effizienteren Gestaltung des Einkaufs (E-Einkauf) und des Verkaufs (E-Verkauf)
- Im internationalen Vergleich liegt die Schweiz hinsichtlich der Verbreitung von Internet, Intranet und Extranet sowie E-Commerce in der Spitzengruppe
Quelle: Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, Strukturbericht Nr. 34 „Innovationsaktivitäten in der Schweizer Wirtschaft“
Im sechsten Teil der Serie „Innovationsaktivitäten in der Schweizer Wirtschaft“ geht es um die F&E-Aktivitäten der Schweizer Wirtschaft im Ausland. Die Grundlage bilden Ergebnisse des Strukturberichtes Nr. 34 „Innovationsaktivitäten in der Schweizer Wirtschaft“ vom Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, 2007.
- Stark wachsende Zahl schweizerischer Unternehmen investierte im Ausland in F&E
- Die USA haben als Standort für F&E-Aktivitäten schweizerischer Unternehmen an Bedeutung weiter gewonnen, aber noch viel bemerkenswerter ist die enorme Zunahme der Zahl der Firmen, die in China und/oder Indien in F&E investierten
- Ein recht ansehnlicher Teil der Unternehmen der wissensintensiven Dienstleistungsbranchen ist mittlerweile im Ausland in F&E tätig. Als treibende Kraft hinter diesem stark wachsenden Engagement stehen marktorientierte Motive, die darauf abzielen, die in der Schweiz entwickelten Produkte an lokale Märkte anzupassen, um diese besser erschliessen zu können
- Unternehmen haben unterschiedliche Motive, ausländische F&E-Aktivitäten zu realisieren:
- Kosten
– Markt
- Beschaffung („technology sourcing“)
Quelle: Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, Strukturbericht Nr. 34 „Innovationsaktivitäten in der Schweizer Wirtschaft“
Im fünften Teil der Serie „Innovationsaktivitäten in der Schweizer Wirtschaft“ geht es um die Innovationsstrategien in der Schweizer Wirtschaft. Die Grundlage bilden Ergebnisse des Strukturberichtes Nr. 34 „Innovationsaktivitäten in der Schweizer Wirtschaft“ vom Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, 2007.
Aufgrund der Erhebung konnten die innovierenden Firmen vier sich gegenseitig ausschliessenden Kategorien zugewiesen werden, je nach dem wer in erster Linie die Innovation hervorbrachte:
- Firmen mit Innovationen, die a) hauptsächlich von anderen Unternehmen/Institutionen generiert wurden („nur Übernahme“, 15% der innovierenden Firmen)
- b) in Kooperation mit anderen Firmen/Institutionen entwickelt wurden („nur Kooperation“, 26%);
- c) hauptsächlich das Resultat firmeninterner Innovationsaktivitäten darstellten („nur Eigenleistung“, 50%) d) sowohl auf internen Innovationsaktivitäten als auch auf der Zusammenarbeit mit externen Unternehmen/ Institutionen beruhten („Kooperation/Eigenleistung, 6%).
Die unterschiedlichen Vorgehensweisen im Innovationsprozess, wie gerade beschrieben, bilden den Kern der Innovationsstrategie einer Unternehmung. Daraus abgeleitet steht einem Unternehmen grundsätzlich eine der drei folgenden Strategiearten zur Verfügung:
- Strategie „Übernahme“: Firmen, welche diese Strategie einschlagen, sind relativ gleichmässig auf alle Grössenklassen und Teilsektoren verteilt (leicht stärkere Präsenz bei den traditionellen Dienstleistungen) und operieren in einem stark preisreagilen Umfeld
- Strategie „Kooperation“: Die Unternehmungen, welche diese Strategie verfolgen, sind stark exportorientiert, beziehen innovationsrelevantes Wissen primär von Lieferanten von Material/Komponenten und Software und sind eher im Dienstleistungssektor anzutreffen
- Strategie “Eigenleistung“: Bei dieser Strategie, die eher von grösseren, hauptsächlich in der Hightech-Industrie anzutreffenden Firmen gewählt wird, stehen firmeninterne F&E-Aktivitäten im Vordergrund. Innovationsrelevantes Kundenwissen ermöglicht ihnen die Entwicklung neuer Produkte, die geeignet sind, „Marktnischen“ zu bedienen, in denen nicht nichtpreisliche Konkurrenz vorherrscht.
Quelle: Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, Strukturbericht Nr. 34 „Innovationsaktivitäten in der Schweizer Wirtschaft“
Ab Januar 2009 wird der Förderhöchstbetrag bei Darlehen und Beteiligungen im Technologieförderprogramm “ProFIT” von bisher einer Million Euro auf drei Millionen Euro angehoben. Mit diesem Budgetentscheid, setzt Berlin eindeutig die richtigen politischen Signale, um den heimischen KMU-Sektor zu unterstützen.
ProFIT (Programm zur Förderung von Forschung, Innovationen und Technologien) ist seit 2004 das zentrale Technologieförderprogramm des Landes Berlin. Gefördert werden zukunftsträchtige Projekte in allen Phasen des Innovationsprozesses – von der Forschung bis zur Markteinführung.
Die Förderung wird in Abhängigkeit von der Innovationsphase in Form von Zuschüssen, zinsverbilligten Darlehen oder Beteiligungen gewährt. Seit 2007 ist die Antragstellung bei der Investitionsbank Berlin auch elektronisch möglich.
Die Hochschule für Technik Rapperswil (HSR) und Mircrosoft unterstützen gemeinsam seit drei Jahren Schweizer Softwarehersteller mit verschiedenen Dienstleistungen, Beratung, Technologie- und Methodenwissen. Über 300 Softwareentwickler nutzen bisher das Kooperationsangebot.
Im Sinne einer gemeinsamen Zukunft hat Microsoft das Zentrum Anfang Dezember neu zum Microsoft Innovation Center (MIC) ernannt. Mit diesem Titel werden rund um die Welt Institutionen bezeichnet, die die Innovation und das Wachstum lokaler Softwarebranchen ganz besonders fördern.
Durch den Beitritt zum MIC-Netzwerk profitiert das MIC Rapperswil nicht nur von globaler Visibilität und Anerkennung, sondern auch vom Erfahrungs- und Ideenaustausch sowie international angelegten Programmen.
Im vierten Teil der Serie „Innovationsaktivitäten in der Schweizer Wirtschaft“ geht es um die öffentliche Innovationsförderung der Schweizer Wirtschaft. Die Grundlage bilden Ergebnisse des Strukturberichtes Nr. 34 „Innovationsaktivitäten in der Schweizer Wirtschaft“ vom Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, 2007.
- Der Bund förderte 7 % der innovierenden Firmen
- Begünstigt wurden vor allem Firmen der Hightech-Industrie sowie der modernen Dienstleistungen (EDV/F&E-Institutionen)
- Dabei wurden überdurchschnittlich die mittelgrossen und grossen, nicht aber die kleinen Unternehmen gefördert
- Der Bund fördert über verschiedenste Kanäle; Kommission für Technologie und Innovation (KTI), über die Ressortforschung gewisser Bundesämter (vor allem Energie, Umwelt), den Nationalfonds (Nationale Kompetenzzentren für Forschung (NCCR), usw.) und über die schweizerische Beteiligung an EU-Forschungsprogrammen
- Grundsätzlich ist jedoch die Bedeutung der Technologie- und Innovationspolitik gering
Quelle: Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, Strukturbericht Nr. 34 „Innovationsaktivitäten in der Schweizer Wirtschaft“
Nicht von Microsoft aber durch Microsoft wahr geworden. Aber eins nach dem anderen:
Microsoft eröffnete diese Woche in Zürich ein Development Center. Soweit so gut, das besondere, dass heutige Entwicklungsteam ging aus der im Jahr 2000 von Erich Gebhardt gegründeten Firma media-streams hervor und setzt sich mit Lösungen rund um die Internettelefonie auseinander. 2005 wurde Microsoft auf die Züricher Entwicklungsfirma aufmerksam. Noch im gleichen Jahr folgte die Übernahme – als erste und bisher einzige Schweizer Firma.
Heute, rund drei Jahre später, sind die Lösungen des ehemaligen Zürcher Startups in die Microsoft Produktpalette integeriert und es wird mit Hochdruck an der neuen Microsoft Office Generation gearbeitet.
Bereits in drei Jahren sollen bis zu 200 Entwickler an Unified Communications Lösungen arbeiten. Zürich ist dabei eines von vier solcher Entwicklungszentren.
Was für ein Wintermärchen: vom Startup zum globalen Komptenzzentrum…
“… unser Hauptmerkmal für die Differenzierung vom Wettbewerb, dass unsere Kunden aktiv am Innovationsprozess von Uzin teilnehmen. Wir waren und sind ein leistungsfähiger und zuverlässiger Partner für unsere Kunden und möchten in der kundennahen Produktentwicklung immer weiter kommen“, so wird ein Vertriebsleiter bei der Unternehmung Ufloor System im ausbauguide zitiert.
Uzin, ein Marke für Spachtelmasse, wurde auf open innovation Basis mit einzigartigen Leistungsmerkmalen entwickelt und kann sich so klar vom Wettbewerb differenzieren.
Die Ulmer setzen offenbar konsquent auf Innovationsmanagement und verdeutlichen das KMU mit Innovationen sich differenzieren, um sich somit über eine klare Positionierung Wettbewerbsvorteile zu schaffen, siehe Beitrag: “Bei Uzin ist die Meinung von Kunden gefragt“.
Auf dem diesjährigen DeWIT-Kongress präsentierte die Technologieberatungsfirma TMG die Ergebnisse einer Online-Befragung zum Thema offene Innovationsstrukturen.
TMG stellte dabei fest, dass auch für Unternehmen aus der Investitionsgüterbranche offene Innovationsstrukturen im wichtiger werden. Ziel dieser Unternehmen ist es, sich durch Innovationen eine nachhaltige Wettbewerbsdifferenzierung und damit einen langfristigen Vorteil zu verschaffen.
Die Kernaussagen der Studie sind:
- Externes Wissen wird zunehmend als Unternehmensfaktor erkannt und gewinnt als Ressource an Bedeutung. Wer sie nicht erschliesst, erleidet Nachteile im Wettbewerb.
- Fast 90% der befragten Unternehmen haben die zukünftige Bedeutung von offenen Innovationsstrukturen erkannt. Man kooperiert gezielt mit externen Partnern, um Wissens- und Ideenpotentiale für Innovationen zu erschliessen.
- Den Nutzen offener Innovationsstrukturen sehen Unternehmen in der Verbreiterung ihrer Wissensbasis und in der Stärkung ihrer Wettbewerbsposition. Gleichzeitig erachtet man als Risiko ungeklärte Rechtsfragen zur Wissensverwertung sowie den möglichen Abfluss von Knowhow.
- In diesem Zusammenhang ist zu beachten, dass die Unternehmen keine externe Kommerzialisierung des im Unternehmen nicht verwendeten Wissens betreiben. Es bleibt vielmehr bewusst ungenutzt im Unternehmen liegen.
Die TMG Technologie Management Gruppe wurde 1987 in Karlsruhe gegründet und unterstützt Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe u.a.bei der Umsetzung ihrer erfolgskritischen Innovationsvorhaben.
Mit openinnovators.de betreibt TMG eine Plattform für eine nachhaltige Kommunikation zwischen Wirtschaft und Wissenschaft.
Im Mittelpunkt des Projektes “ImmigrAction” stehen Frauen aus den ehmaligen Gastarbeiterländern, “Weil Frauen – und damit auch Migrantinnen – für die wirtschaftliche Zukunft unseres Landes eine immer grössere Bedeutung zukommt”, so die Forscher der Kalaidos Fachhochschule, Zürich in ihrem Blog “women migrant entrepreneurship “.
In dem Projekt werden 20 Migrantinnen, die ein eigenes Unternehmen gründen wollen oder bereits gegründet haben, begleitet. Ziel des auf 2 Jahre angelegte Projektes ist es, Strukturen und Entwicklungen der beruflichen Selbständigkeit von Migrantinnen zu analysieren.
Die Forscher suchen noch Migrantinnen, die sich am Anfang ihrer Gründungsphase befinden und an dem Projekt teilnehmen würden.
Im ersten Teil der Serie „Innovationsaktivitäten in der Schweizer Wirtschaft“ geht es um die Innovationsaktivitäten der Schweizer Wirtschaft. Die Grundlage bilden Ergebnisse des Strukturberichtes Nr. 34 „Innovationsaktivitäten in der Schweizer Wirtschaft“ vom Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, 2007.
Die Schweizer Wirtschaft lässt sich hinsichtlich ihrer Innovationsaktivitäten in der Industrie, Bauwirtschaft und im Dienstleistungssektor bezogen auf den untersuchten Zeitraum (1990 bis 2005) wie folgt beschreiben:
- Der Anteil der Firmen, die Produkt- und oder Prozessneuerungen realisierten, war leicht rückläufig
- Der Rückgang des Anteils F&E-treibender und patentaktiver Firmen war stark rückläufig
- Schweizer Unternehmen investierten weniger in die auf Grundlagen zielenden F&E-Aktivitäten, dafür mehr in anwenderorientierte Aktivitäten
- Der Industrie und Dienstleistungssektor hatten jedoch zu letzt stabile F&E-Ausgaben und Informatikaufwendungen, nicht so der Bausektor
- Die Umsatzproduktivität der Investitionen in Innovationsprojekte ist gestiegen
- Folgeinvestitionen sind in Industrie und Dienstleistungssektor gestiegen, im Bausektor sind diese gesunken
Quelle: Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, Strukturbericht Nr. 34 „Innovationsaktivitäten in der Schweizer Wirtschaft“
Anfang Denzember fand die Jahreshauptversamlung vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) satt.
Dabei wurden u.a. spannende Projekte des DLR wie ein Laufroboter für die Explorationsmissionen auf dem Mars, Atmosphärenforschung und Erdbeobachtung, Solarenergienutzung zur Wasserstoffproduktion, Forschung für den Zug der nächsten Generation präsentiert. Das Programm liegt als Webcast vor und gibt einen Überblick über die in 2008 geleisteten Arbeiten und bietet einen Ausblick in die Zukunft. Übrigens lohnt sich der Webcast ab der 35zigsten Minute; davor gibts politische Grussworte.
Wie die Welt Online berichtet, beträgt der Forschungsetat für 2009 1,4 Milliarden Euro. Trotz Finanzkrise wird das Budget um rund 8 Prozent gegenüber 2008 erhöht. “Investition in Hightech-Forschung heisst Zukunftssicherung”, wird Prof. Johann-Dietrich Wörner, Vorstandsvorsitzender des DLR, bei Welt Online zitiert.
Vielversprechend? Innovativ? Profitabel? Konkurrenz? Aufkaufen? Tausende Startup’s werden jährlich von Microsoft sondiert. Microsoft setzte bei seinem Startup-Engagement vorallem auf Wissens- und Netzwerkhilfe / Unterstützung (Siehe auch “Microsoft hilft Startups“).
Rüdiger Scheidges gibt in seinem Beitrag “Die Software-Evangelisten” (Handelsblatt Online, 24.11.08) Einblicke, wie Microsoft an seinem weltumspannenden Softwarenetz webt. Klein ist dieses Netz bereits heute schon nicht mehr, so werden offenbar Start-ups in 161 Ländern gefördert, von den pro Jahr 200 in der Konzernzentrale in Redmond antreten dürfen. 100 von ihnen werden unterstützt, ein paar gekauft. Microsoft nennt das unbescheiden „Evangelisieren“, so Scheidges in seinem Beitrag.
Ein Beitrag von von Kirsten Seegmüller, ComputerZeitung, 25.11.08
Der brillante Kopf im stillen Kämmerlein kann den heutigen Innovationsbedarf nur teilweise decken. Da die Projekte und Anforderungen der Kunden immer komplexer werden, müssen Menschen zusammengeschaltet werden, die sich über Ideen austauschen können. Selbst große Forschungsabteilungen setzen inzwischen auf Co-Innovation. Hier gehts weiter zum Artikel…
Volkswagen ist der Gesamtsieger des von A.T. Kearney ausgtragenen „Best Innovator“-Wettbewerbs 2008.
Volkswagen überzeugte die Jury durch einen ganzheitlichen und detaillierten Innovationsmanagement-Prozess, der fest auf Top-Management-ebene verankert ist.
In der Kategorie Mittelstand wurde die Rational AG für ihre klaren strategischen Leitlinien und Zielvorgaben sowie eine starke Kundeneinbindung ausgezeichnet.
Der Sieger in der Kategorie „Komplexitätsmanagement“, die KSB AG, hat sich in den letzten Jahren vom Pumpen- und Armaturenhersteller zum System-Anbieter gewandelt.
Die Preisverleihung fand Mitte November in Berlin statt.
Die KfW Mittelstandsbank untersuchte gemeinsam mit dem Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) die Innovationstätigkeiten kleiner und mittlerer Unternehmen im Zeitraum zwischen 2002 und 2004.
Aus dem Sonderband “Innovation im Mittelstand” (2006) lässt sich folgendes Bild hinsichtlich den Beschäftigungseffekten und der Innovationsfinanzierung des deutschen Mittelstandes skizzieren:
- Der Deutsche Mittelstand verzeichnete zwischen 2002 und 2004 rückläufige radikale Innovationstätigkeiten auf
- Unternehmensgrösse und Innovatorenquote korrelieren, je grösser ein Unternehmen, je höher die Innovationsaktivitäten
- Innovierende Unternehmen leisten einen nachweisbaren Beitrag zur Schaffung von Arbeitsplätzen, der Beschäftigungszuwachs kann je nach Innovationsart bei innovierenden Unternehmen bis zu 7 x höher sein als in nicht innovierenden Unternehmen
- Gründer mit Hochschulausbildung schaffen mehr Arbeitsplätze als andere.
- Im Gegensatz zu Grossbetrieben finanzieren Kleine Unternehmen Innovationen durch Innenfinanzierung
- 2004 wurde 1 % der gesamten Innovationsaufwendungen der deutschen Wirtschaft über Wagniskapital finanziert
- Grossunternehmen erhielten deutlich mehr staatliche Innovationsförderung
- Innovationsaktivitäten und Innenfinanzierung wirken determinierend, Innovationen erzielen höhere Renditen, dieser erleichtern die Innenfinanzierung => erfolgreiche Innovatoren habe es leichter, künftige Innovationen selbst zu finanzieren, weniger erfolgreiche haben weniger Innenfinanzierungsmöglichkeiten Insider-Outsider-Problem
- Finanzierungsschwierigkeiten sind stärkste Innovationshemmnis
Ende Oktober ist Versandhändler Otto ins Venture Capital Geschäft eingestiegen.
Das neue Unternehmen – E-Venture Capital Partners (evcpartners) – soll in den nächsten 5 Jahren jährlich sechs bis zehn Beteiligungen eingehen und ist aktuell mit einem mittleren zweistelligen Millionen-Budget ausgestattet.
Die Otto-Tochter interessiert sich insbesondere für Lösungen, die sich mit mobilen Verkaufskonzepten für das Handy, mit Suchmaschinen im Internet oder der Kundenkommunikation beschäftigen. Hierfür werden Beteiligungen von 5 bis 49 % angestrebt.
Zur Gründung von evcpartners äussert sich der Vorstandssprecher der Otto Group, Dr. Rainer Hillebrand, in der aktuellen ONEtoOne-Ausgabe: “Den antizyklischen Einstieg von E-Venture Capital Partners genau dann, wenn die Banken nicht mehr finanzieren können oder wollen, sehen wir als große Chance. Wir treiben den Innovationsprozess auf verschiedenen Ebenen gleichzeitig und mit großem Nachdruck voran.“
Beinahe eine logische Diversifikation, denn der Versandriese hat sich dem Thema Innovationen (”passion for innovation“) seit langem ganz verschrieben.
Ende November wurden die deutschen Manufacturing Excellence Awards vergeben. Jährlich werden Unternehmen mit ausserordentlichen Leistungen aus den Bereichen: Kundenorientierung, Produktinnovation, Prozessinnovation und KMU mit dem Award geehrt.
Die Gewinner 2008 sind:
- Schneider Electric Motion Deutschland GmbH & Co. KG / Kundenorientierung
- KUKA Roboter GmbH / Produktinnovation
- Ford Werke GmbH in Köln-Niehl / Prozessinnovation
- Holter Regelarmaturen GmbH & Co. KG (HORA) / Bestes KMU
Die ausgezeichneten Unternehmen bieten jeweils Best Practice Lösungen innerhalb der jeweiligen Kategorien an.
Gesamtsieger des Manufacturing Excellence Award wurde die KUKA Roboter GmbH.
Nach Ansicht von Christian Walter ist die Schweiz Startup-Europameister. Die entsprechende Startup-Nati wurde von Barnanby Skinner im Zusammenhang mit einem Artikel über junge Schweizer Internetunternehmen, die sich trotz drohender Rezession nicht zu fürchten haben, zusammengestellt.
Klasse Idee, nur fehlt im Online Artikel die Aufstellung der Elf und wird deswegen hier vorgestellt:
Poken - RFID, Austausch sozialer Daten – Gegründet 2007 in Lausanne von Stéphane Doutriaux – 10 Mitarbeiter – Startkapital130′000 CHF
Routerank – Routenplanung – Gegründet 2007 in Lausanne von Jochen Mundiger – 2 Mitarbeiter – 130‘000 CHF Startkapital
Mixin – Interaktive Agenda / Organisationsplanung – Gegründet 2007 in Martigny von Fréderéric Sidler / Julien Visinand – 4 Mitarbeiter
Doodle – Organisation von Gruppenanlässen – Gegründet 2007 in Zürich von Michael Näf – 6 Mitarbeiter
Wuala – Onlinespeicher – Gegründet 2007 in Zürich von Dominik Grolimund / Luzius Meisser – 10 Mitarbeiter – Eigenfinanziert P
Procedural – Software um Städte in 3-D-Ansicht zu bauen – Gegründet 2008 in Zürich von Dominik Tarolli / Pascal Müller, Simon Schubiger, Luc van Gool – 4 Mitarbeiter
Exsila – Tauschbörse für Filme, Spiele, Musik – Gegründet 2006 in Zug von Rouven Küng / Reto Bütler – 10 Mitarbeiter – Startkapital 200‘000 CHF
Dixero – Podcast Produktion – Gegründet 2007 in Lugano von Carl-Magnus Norden – 25 Mitarbeiter – Startkapital 3 Mio. CHF
Playoo – Entwicklungs- und Tauschumgebung für Spiele – Gegründet 2006 in Lugano von Rocco Pellegrinelli – 4 Mitarbeiter
Secu4 – Diebstahlschutz für Mobiltelefone – Gegründet 2007 in Sierre von Ralph Rimet – 5 Mitarbeiter – Startkapital 1,4 Mio. CHF
KeyLemon – Login-Anwendung auf Basis von Stimm- und Gesichtserkennung – Gegründet 2008 in Martigny von Gilles Florey – 4 Mitarbeiter
Vodafone unterhält in Düsseldorf ein Test & Innovation Center. Neben vielfältigen Testmöglichkeiten für die IT-Branche wie Last & Performance zeichnet sich das Center auch durch Testumgebungen für Tests von Festnetzkomponenten und Festnetz-lösungen aus.
Da Vodafone im übrigen die Leistungen seines Test & Innovation Centers auch anderen Unternehmen der IT & Telekommunikationsbranche zur Verfügung stellt, wurde das Vodafone-Zukunftslabor diese Woche mit dem Preis “Ausgewählter Ort” ausgezeichnet. Die Auszeichnung erfolgte im Rahmen der Standortinitiative “Deutschland Land der Ideen“, in welcher u.a. 365 innovative Orte von der deutschen Bundesregierung ausgezeichnet wurden.
Das 7′000 qm grosse Hightech-Labor verfügt beispielsweise über alle Komponenten eines Mobilfunknetzes, dessen Kapazität und Leistung vergleichsweise für den Betrieb eines Mobilfunknetzes in der Schweiz notwendig wäre.
Borel gründete Logitech in den 80iger Jahren und brachte die erste Computermaus zu einem erschwinglichen Preis auf den Markt. Heute ist Logitech mit einem Umsatz von 2,4 Milliarden US-Dollar und weltweit mehr als 9′500 Mitarbeitern in über 100 Ländern führender Anbieter von Computergeräten.
Daniel Borel erhielt Mitte November die Auszeichnung “Entrepreneur for the World 2008” für sein Engagement für Wohlstand und soziale Gerechtigkeit (SwissUp, Defitech) im Rahmen einer Galaveranstaltung.
Der Preis wird jährlich im Rahmen des World Entrepreneurship Forum verliehen. Das Forum wurde von der EMLYON Business School und KPMG initiierte und versteht sich als Denkfabrik, welche sich mit Unternehmern und ihrer Rolle in der Gesellschaft bezüglich der Schaffung von Wohlstand und sozialer Gerechtigkeit befasst.
Erfolgsfaktoren erfolgreicher Unternehmer:
Innovationen und Kreativität werden in Deutschland u.a. von der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ gefördert.
Mit der Initiative und einigen sehr interessanten Projekten unterstreicht das „Land der Dichter und Denker“ die Zukunftsfähigkeit, Leistungs- und Innovationskraft des Landes.
So z.B. mit dem Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“. Jährlich werden seit 2006 Orte ausgezeichnet, wo Ideen entstehen, entwickelt und gefördert werden oder wo die Erinnerung an große Erfindungen und Ideen bewahrt wird. Die Gewinner “Ausgewählte Orte 2009” wurden am 20.11.08 bekanntgegeben.
Während jährlich verschiedene Orte ausgezeichnet werden, wurde 2006 mit dem Projekt “Walk of Ideas” eine aussergewöhnlicher Spaziergang durch Berlin organisiert. Mit sechs überdimensionalen Skulpturen wurden Ideenreichtum und Erfindergeist von Komponisten und Literaten, Wissenschaftlern und Forschern, Ingenieuren und Tüftlern aus Deutschland symbolisch präsentiert.
Die Initiative wird dabei von der Bundesregierung und der Wirtschaft, vertreten durch den Bundesverband der Deutschen Industrie und verschiedenen Unternehmen, getragen. Schirmherr ist Bundespräsident Horst Köhler.