WissenschaftlerInnen des Fraunhofer Instituts für System- und Innovationsforschung (ISI), der Technischen Universität Dortmund und der Ruhr-Universität Bochum führen in Kooperation mit 4 Partnerunternehmen und 2 weiteren Transferpartnern das Forschungsprojekt Low2High durch.

Mit Low2High wird das Management von Innovationskooperationen zwischen sogenannten Lowtech- und Hightech-Unternehmen analysiert. Das Projekt soll folgende Fragen beantworten:

  • Welche Innovationsstrategien verfolgen Low-Tech Unternehmen
  • Wie, mit welchen Partnern und mit welchem Erfolg kooperieren Low-Tech Unternehmen in Innovationsprojekten
  • Welche Formen der Zusammenarbeit zwischen Low- und High-Tech Unternehmen lassen sich identifizieren?
  • Durch welche Barrieren wird diese Zusammenarbeit unter Umständen behindert?
  • Mit welchen Instrumenten und Methoden lassen sich Kooperationsbeziehungen zwischen Low- und High-Tech Unternehmen erfolgreich gestalten?

Lowtech-Unternehmen sind Unternehmen, die nur einen geringen Aufwand für eigene Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten erbringen.

Diese Unternehmen zeichnen sich in Deutschland für 55 Prozent des gesamten Industrieumsatzes verantwortlich. Wenn Lowtech-Unternehmen Innovationen anstossen, sind sie meist auf die Kooperation mit so genannten Hightech-Unternehmen, die einen vergleichsweise hohen Entwicklungs- und Forschungsaufwand betreiben, angewiesen. Und genau solche Kooperationsbeziehungen stehen im Mittelpunkt des Forschungsprojekts „Low2High“.

Hierfür sollen in einem ersten Schritt verbreitete Kooperationsmuster und -konstellationen bei Innovationsprojekten zwischen Lowtech- und Hightech-Unternehmen identifiziert werden.

Diese quantitativen Analyse basiert auf Unternehmensdaten aus der Erhebung „Modernisierung der Produktion“ des ISI. Die Erhebung wird seit Mitte der 90er-Jahre alle zwei Jahre durchgeführt und richtet sich an Unternehmen des deutschen Verarbeitenden Gewerbes. Die aktuelle Erhebungsrunde aus dem Jahr 2006 umfasst Daten von 1.663 Unternehmen.

In einem weiteren Schritt werden 10 Unternehmen qualitativ, durch Fallstudien und Experteninterviews, analysiert, um typische Vernetzungsmuster und Kooperationskonstellationen zwischen Lowtech- und Hightech-Unternehmen herauszuarbeiten.

Das Projektteam erhofft sich so ein umfassendes Bild über die typspezifischen Treiber und Barrieren für kooperative Innovationsstrategien einerseits und über verschiedene Kooperations- und Vernetzungsmuster zwischen Lowtech- und Hightech-Unternehmen sowie über ihre Auslöser und Barrieren andererseits. Die Identifizierung typspezifischer Treiber und Hemmnisse in Lowtech-Hightech-Kooperationen bildet dann die Grundlage für die Entwicklung von Instrumenten und Methoden zur besseren Gestaltung dieser Austauschbeziehungen.

Die Forschungsarbeiten der Studie, die vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird, dauern noch bis zum April 2011 an.





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