Im achten Teil der Serie „Innovationsaktivitäten in der Schweizer Wirtschaft“ geht es um den internationalen Vergleich der Innovationsleistung der Schweizer Wirtschaft. Die Grundlage bilden Ergebnisse des Strukturberichtes Nr. 34 „Innovationsaktivitäten in der Schweizer Wirtschaft“ vom Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, 2007.

  • Die Schweizer Wirtschaft erbringt zu einem breiten Spektrum der untersuchten Indikatoren eine ausgezeichnete Innovationsleistung
  • Die besonderen Stärken der Schweiz liegen beim hohen Anteil von Firmen, die sich in Innovations- und F&E-Aktivitäten engagieren sowie – dies gilt jedoch nur für die Industrie – bei der Fähigkeit, Neuerungen in Markterfolge umzusetzen
  • Schwächer schneidet die Schweiz hinsichtlich der in Innovations- bzw. F&E-Aktivitäten investierten Mittel ab, was darauf hindeutet, dass Innovationen häufiger als im Ausland nicht auf F&E-Aktivitäten beruhen
  • Im Weiteren zeigte sich, dass die Schweiz bei den KMU im internationalen Vergleich besonders gut abschneidet. Sowohl bei den kleinen als auch den mittelgrossen Unternehmen steht sie an der Spitze, während sie bei den grösseren Unternehmen im Mittelfeld platziert ist. Dieses Ergebnis bedeutet, dass die Innovationsfähigkeit in der Schweiz nach Unternehmensgrössenklassen (besonders) breit abgestützt ist
  • Damit ist einerseits ein Grossteil der schweizerischen Firmen besonders befähigt, firmenexternes Wissen in ihre Innovationsaktivitäten zu integrieren (hohe „absorptive capacity“), andererseits sind viele Unternehmen in der Lage, mit technologisch hochwertigen Spezialprodukten auf dem Weltmarkt erfolgreich Marktnischen zu besetzen – Die Kombination eines im internationalen Vergleich sehr innovativen KMU-Sektors und einiger grosser multinationaler Firmen ist eine strukturelle Stärke des „Innovationssystems Schweiz“.
  • Die ausgezeichnete Innovationsleistung der Schweizer Wirtschaft wird nicht zuletzt durch ein im internationalen Vergleich äusserst dicht geknüpftes Wissensnetzwerk unterstützt.
  • Im Fall der Schweiz sind F&E-Kooperationen in hohem Mass international ausgerichtet.
  • Zudem spielen Hochschulen als Kooperationspartner eine im Vergleich zum Ausland weit überdurchschnittlich grosse Rolle, was sich auf den Innovationserfolg besonders günstig auswirkt

Quelle:  Staatssekretariat für Wirtschaft SECO, Strukturbericht Nr. 34 „Innovationsaktivitäten in der Schweizer Wirtschaft


Leave a Comment